Jugenheim in Rheinhessen Weinblatt

Leben zwischen Reben

Jugenheim in Rheinhessen

echtzeitig zum Frühlingsbeginn hat die Ortsgemeinde Jugenheim ihre Seniorinnen und Senioren zur einer Ü60-Abendvesper eingeladen. Das erfolgreiche Konzept der vergangenen zwei Jahre fand auch dieses Mal viel Zuspruch. Für die Organisation und das Programm zeichneten die Seniorenbeauftragten Margot Maslowski und Hildegund Heucher, mit der tatkräftigen Unterstützung der Beigeordneten Tanja Schäfer und Karlheinz Degreif, verantwortlich.

Ortsbürgermeister Herbert Petri begrüßte die zahlreichen Besucherinnen und Besucher, besonders seine Vorgänger Claus Schick und Dr. Herbert Glietsch, sowie die ehemaligen Beigeordneten Ute Mauer und Gudrun Schick. Auch freute er sich, eine große Delegation der Mitbürgerinnen und Mitbürger des Franz-Joseph-Helferich Hauses willkommen zu heißen.

Den Auftakt im Programm machte Generalmajor i. R. Christian Millotat, der die Geschichte seiner Familie und des ehemaligen Hessen-Nassauischen Amtshofes in Jugenheim vorstellte. Anekdoten aus vergangenen Tagen, die historische Verzahnung von Jugenheim mit der europäischen Geschichte und die Bilder aus Alt-Jugenheim, ließen die Vergangenheit lebendig werden und fanden viel Interesse.

Margot Maslowski stellte im Anschluss das  vielfältige Programm für Seniorinnen und Senioren auf Verbandsgemeinde- und Ortsgemeindeebene vor und warb für die Teilnahme. Den Abschluss bildete eine Filmpräsentation. Walter Bambach hatte den Festumzug der 100-Jahrfeier des TuS Jugenheim im Jahr 1999 gefilmt. Das Filmdokument war der Gemeinde zur Verfügung gestellt und digitalisiert worden und konnte so in ansprechender Weise vorgeführt werden.

Viele der Anwesenden fanden sich im Film wieder, auch die Zuordnung der Personen führte zu angeregten Diskussionen unter den Zuschauerinnen und Zuschauern. Ein unterhaltsamer Rückblick, der auch zeigte, wie viel sich in den vergangenen fast 20 Jahren verändert hat.

Herbert Petri dankte zum Abschluss allen, die mitgeholfen hatten, den Nachmittag zu gestalten, insbesondere den Landfrauen, dem Team vom Grünen Baum sowie dem Weingut Mauer für die Weinpräsentation.


Foto: Anita Petri

Von links: Margot Maslowski (Seniorenbeauftragte), Herbert Petri (Ortsbürgermeister), Generalmajor a.D. Christian Millotat, Hildegund Heucher (Seniorenbeauftragte), sitzend: Maria Solluk (eine der ältesten Bewohnerinnen Jugenheims)

 

Am 19. März 2018 hat die Gemeindeverwaltung die Anwohnerinnen und Anwohner der
Schulstraße zum Stand des Ausbaus des ersten Abschnittes, Bahnhofstraße bis
Rieslingstraße, informiert.

Die Wintermonate wurden genutzt, um die Maßnahme auszuschreiben. Nach Auswertung
der Angebote durch die Verbandsgemeinde war die Firma Wust der günstigste Bieter,
sowohl für die Kanal- als auch Straßenbauarbeiten.

Vorgestellt wurde die vorgesehene Umsetzung vom Planungsbüro Dörhöfer, Herrn
Junkermann vom Abwasserverband und den Herren Lieblang und Schubert von dem
ausführenden Unternehmen. Die erste Ausbaustufe startet am 12. April ab der
Bahnhofstraße. Danach soll sukzessive der Kanal und im direkten Anschluss die
Straßendecke in diesem Bereich erneuert werden.

Die Schulstraße wird ab diesem Zeitpunkt für den Verkehr gesperrt. Die Gesamtmaßnahme
soll bis Ende des Jahres 2018 abgeschlossen sein.

Ortsgemeinde Jugenheim stellt Bürgerinnen und Bürgern generationsübergreifendes Wohnprojekt „Wohnhöfe Jugenheim – Miteinander und Füreinander“ vor.

Die Ortsgemeinde Jugenheim hatte für Mittwoch, den 7. März, zu einem Informationsabend in den Vorraum der Sport- und Gemeindehalle eingeladen. Gemeinde, Architekt Johannes Klein und Andreas Steeg von der Sparkasse Rhein-Nahe stellten das generationenübergreifende Wohnprojekt „Wohnhöfe Jugenheim – Miteinander und Füreinander“ vor. „Das Projekt ist seit zwei Jahren in Planung und hat nun einen vorzeigbaren Arbeitsstand erreicht, wir freuen uns, dass sowohl der Gemeinderat als auch die Partner des Projekts ein gemeinsames Verständnis entwickeln konnten,“ so Ortsbürgermeister Herbert Petri in seiner Begrüßung.

Der bis auf den letzten Platz gefüllte Saal zeigte, wie groß das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an diesem zukunftsweisenden Pilotprojekt ist. Vorgesehen ist, auf der Lagerfläche zwischen dem ehemaligen Bahnhof und dem früheren Lokschuppen ein generationenübergreifendes Wohnquartier entstehen zu lassen: Acht Häuser mit zwei Geschossen, flexiblen Grundrissen und teilbaren, barrierefreien Wohneinheiten fügen sich in die umgebende dörfliche Struktur ein. Es entstehen ca. 30 Wohneinheiten. Grundrisse von 40m² bis 160m² bieten Platz für Familien, mobilitätseingeschränkte Menschen, Paare und Einzelpersonen jeden Alters.

Je vier Häuser bilden die zentrale Mitte mit jeweils einem gemeinsamen Hof, der Gemeinschaftsflächen im Außenbereich mit Aufenthaltscharakter bietet. Eine Fläche zwischen den Wohnhöfen dient als Treffpunkt der Bewohnerinnen und Bewohner und stellt einen Anknüpfungspunkt für die Dorfgemeinschaft dar. Hier werden sowohl ein Gemeinschaftshaus als auch Gemeinschaftsplatz entstehen, die Raum bieten für Veranstaltungen und gemeinsame Aktivitäten, sowohl innerhalb der Wohnhöfe, als auch für andere Bürgerinnen und Bürger Jugenheims (z.B. in den Vereinen).

Abgerundet wird das Projekt durch Merkmale, die den Charakter dieses Quartiers hinsichtlich Gemeinschaft, Umwelt und Zukunftsfähigkeit untermauern. Neben Besonderheiten wie Kita-Garantie, Hotspot, schnellem Internet, modernstem Energiekonzept in Zusammenarbeit mit der EDG, Mittagessen und Versorgung durch die Nieder-Ramstädter Diakonie wird es ein Car-Sharing geben.

Darüber hinaus stellt das Projekt eine Wohnung für eine „Gemeindeschwester“ zur Verfügung. Hier wird Wohnraum für eine Person geschaffen, die nicht nur im neuen Quartier, sondern im gesamten Ort die Aufgabe übernimmt, Hilfe und Unterstützung zu leisten, um ein selbstbestimmtes Leben im Kontext des Ortes Jugenheim zu gewährleisten.

Ziel des Projekts ist es, über die Ortsgrenzen hinaus ein generelles Instrument der Dorfentwicklung zu schaffen, das den Bedürfnissen der Menschen gerecht wird, demografische Entwicklungen berücksichtigt und dabei bewusst auch reinen Wohnraum zur Verfügung stellen wird.

Das Projekt versteht sich als Pilotprojekt und stellt eine klare Alternative zu einem reinen Investorenprojekt dar. Intention ist nicht die größtmögliche Verdichtung, sondern die Schaffung von Wohn- und Lebensraum, der die positiven Strukturen der Dorfgemeinschaft aufnimmt, stärkt und neu belebt.

Planungsentwürfe, Grundrisse und Außenansichten zeigten den interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern einen ersten Eindruck von der neu entstehenden Architektur. Eine rege Diskussion im Anschluss richtete sich auf die Verkehrsanbindung, das Antragsverfahren, das Energiekonzept, die Kosten sowie den Zeitrahmen.

Danach wird mit einem Baubeginn noch in diesem Jahr gerechnet. Eine Homepage wird über das Projekt informieren. Informationen sind außer über das Architekturbüro Klein und Andreas Steeg von der Sparkasse Rhein-Nahe natürlich auch über die Gemeindeverwaltung Jugenheim möglich.


Foto: Anita Petri

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am Sonntag, 25. März 2018 / 16:00 Uhr, findet unsere jährliche Veranstaltung für die Generation 60plus in der Sport- und Gemeindehalle statt.

Bei einer zünftigen Abendvesper wird uns Generalmajor a.D. Christian Millotat einen spannenden Vortrag über die Geschichte des Alten Amtshauses halten und in einem filmischen Rückblick wollen wir noch einmal den Umzug anlässlich des Jubiläums des TuS im Jahr 1999 Revue passieren lassen.

Ich lade Sie dazu herzlich ein.

Herbert Petri
Ortsbürgermeister

Der Jugenheimer Autor und Maler Wolfhard Klein stellte im Vorraum der Sport- und Gemeindehalle aus.

Im Zuge der Reihe „Jugenheimer Künstlerinnen und Künstler stellen sich vor“ hatte sich der Jugenheimer Autor und Maler Wolfhard Klein bereit erklärt, am Sonntag, dem 4.3.2018 in dem Vorraum der Sport- und Gemeindehalle ausgewählte Exponate auszustellen.

Sabine Klein hatte die Bilder arrangiert und eine schöne Ausstellungsatmosphäre in dem sonst anders genutzten Raum geschaffen. So machten viele Bürgerinnen und Bürger nach ihrem Gang zur Wahlurne gerne einen Umweg zur Ausstellung. Und man wurde belohnt, denn es gab auf den vorwiegend als Portrait gestalteten Exponaten einige Jugenheimer Bürgerinnen und Bürger zu entdecken, die der Maler in seiner eigenen Sichtweise dargestellt hatte. Das regte natürlich zu spannenden Gesprächen und überraschenden Einblicken an. ,,Sehr gelungen“, so befanden viele der Besucherinnen und Besucher die Ausstellung und wünschten sich, dass diese Reihe nicht nur bei künftigen Wahlen gerne fortgesetzt werden sollte.