Jugenheim in Rheinhessen Weinblatt

Leben zwischen Reben

Jugenheim in Rheinhessen

Ortsbürgermeister Herbert Petri hat sich am 15.11.2014 bereits vorzeitig an der bundesweiten Aktion: "Bürgermeister lesen" der Stiftung Lesen, beteiligt.
Kinder und Eltern waren in den Gemeindesaal der evangelischen Kirchengemeinde eingeladen. Den Auftakt machte Dr. Paul Millotat, der aus dem Kinderbuch: Bettina und Chantal seiner Mutter Dr.Paula Millotat vorlas.
Dass in Jugenheim einmal eine richtige Kinderbuchautorin in dem ehemaligen Amtshaus gewohnt und gearbeitet hatte, interessierte die kleinen Zuhörinnen und Zuhörer sehr.
Pfarrerin Sarah Kirchhoff hatte, zur Freude der Kinder, eine Geschichte aus dem Roman Momo von Michael Ende gewählt. Herbert Petri begeisterte mit einem Auszug aus dem Räuber Hotzenplotz von Otfried Preußler und hatte dafür, die in der Geschichte wichtige Kaffeemühle, nicht vergessen. Gemeindesekretärin Elvira Frey, die dankenswerterweise die Organisation übernommen hatte, hatte als kleinen Gruß für die Kinder, etwas Leckeres mitgebracht. Herbert Petri dankte allen, die mitgemacht haben, insbesondere den Kindern, die aufmerksam zuhörten. Pfarrerin und Ortsbürgermeister haben den Kindern versprochen, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein, wenn es heißt: Bürgermeister lesen. Als Veranstaltungsorte sind dann die beiden Kindergärten angedacht.

Vorlesen

Wieder gut besucht war in diesem Jahr unsere Gedenkfeier für die Opfer von Krieg und Gewalt am Totensonntag.
Ganz herzlich bedanken wir uns bei Herrn Harald Hesper für seine bewegende Re-de, dem Gesangverein Jugenheim und den Trompetern der Jugenheimer Musik-Freunde für die musikalische Umrahmung sowie den Ortsvereinen, die ihre Fahnen mitgebracht hatten.
In diesem Jahr konnten wir 161,11 Euro an den Volksbund Deutsche Kriegsgräber-fürsorge überweisen. Auch hier ein herzliches Dankeschön an alle Spender.

Ein kleines Kunstwerk ist das historische Uhrwerk aus dem Jahr 1902 im Kirchturm der evangelischen Martinskirche in Jugenheim. Die Kirchturmuhr gibt heute zwar nicht mehr in der Bedeutung der vergangenen Jahre - verbunden mit dem Glockenschlag - den Takt in der Gemeinde vor, zeigt aber immer noch weithin sichtbar die genaue Uhrzeit an.

Das Uhrwerk muss regelmäßig gewartet werden und es wird immer schwieriger Fachleute dafür zu finden. Daher haben sich die Gemeindearbeiter unter der fachkompetenten Regie von Ronald Schäfer der Technik angenommen. In mühevoller Kleinarbeit haben sie in unzähligen Stunden, das Uhrwerk komplett auseinandergenommen, die Zahnräder und Bauteile im Bauhof gereinigt und dann das Ganze wieder zusammengesetzt - und es funktionierte alles wieder bestens.

Eine Meisterleistung, für die sich Ortsbürgermeister Herbert Petri bei Ronald Schäfer, Rudi Lohr, Hans Müller und Andreas Autenheimer herzlich bedankte. "Das ist nicht selbstverständlich und zeigt die vielseitigen Talente unseres Gemeindeteams, das sich in besonderer Weise für unsere Gemeinde nicht nur hier über das Jahr engagiert", so Petri in seinen Dankesworten. Nun hoffen wir, dass die Uhr in aller Stille ihren Dienst für Jugenheim noch viele Jahre in gewohnter Zuverlässigkeit tun wird.

Uhrwerk